Die Sorgenfalten für Merings Verantwortliche werden immer größer, zu den langzeitverletzten Lidl, Rühling u. Buck gesellten sich in der letzten Woche auch noch Timon Fetting und Alexander Graf. Dazu kamen noch Max Striedelmeyer und Gino Vinek die unter der Woche nicht trainieren konnten und angeschlagen in das Spiel gingen. Vergleicht man den Kader zu Saisonbeginn mit jetzt, bleiben nur noch 6 Spieler übrig. Zum Glück für Trainer Bludau kann er auf die Spieler der ehemaligen Zweiten Mannschaft zurückgreifen, die jetzt den Kader komplettieren. Das dies im Spiel nicht ohne Schwierigkeiten von statten geht, dürfte jedem bewusst sein. Es bedarf bestimmt noch einige Zeit bis man 2 Mannschaften zu einer formt, hier liegt noch ein ganzes Stück harter Arbeit vor den Spielern und den Betreuern.

So auch gegen Wertingen, zu Beginn des Spiels war das Meringer Spiel von Unstimmigkeiten, Fehlpässen und Nervosität geprägt. Je länger das Spiel jedoch dauerte desto besser lief es für die neu zusammengestellte Meringer Mannschaft. Mering war die ersten Minuten des Spiels nicht in der Lagen dem Gastgeber Paroli  zu bieten, zu hektisch wurde gespielt und abgeschlossen. So war es auch nicht verwunderlich das Wertingen binnen kürzester Zeit sich einen 9 Tore Vorsprung auf 12: 3 heraus spielte. Nach einer Auszeit auf Meringer Seite in der Trainer Wolfgang Bludau sein Team nochmal motivierte und den Spielern mitgab, einfach das zu Spielen was geht und dies dann auch konzentriert umzusetzen wurde es besser. Ab diesem Zeitpunkt war das Spiel ausgeglichen und die Meringer Spieler harmonierten immer besser, aber es gibt noch reichlich Luft nach oben.

Beim Stand von 17:10 für Wertingen wurden dann die Seiten gewechselt. Mering nutzte die Pause um den Spielstand auszublenden und gedanklich das Spiel neu zu beginnen. Unser Team konnte zwischenzeitlich den Vorsprung der Hausherren bis auf fünf Tore verringern und es keimte Hoffnung auf. Jedoch genau in dieser Phase des Spiels gab es die eine oder andere zweifelhaft Entscheidung der Unparteiischen, welche die jungen Spieler nicht so ganz locker wegsteckten und wieder etwas hektisch wurden. Hier fehlt ihnen noch die Ruhe und Gelassenheit um über solche Gegebenheiten einfach hinweg zu sehen. Wertingen baute seinen Vorsprung wieder etwas aus und hielt diesen bis zum Ende der Begegnung. Das es am Ende eine deutliche 28:20 Niederlage für Mering wurde lag zum einen an den Umständen der vielen Verletzten und zum anderen daran das die Mannschaft erst zwei Trainingseinheiten zusammen absolvierte. Wie aber das Team immer besser in Tritt kam gibt Hoffnung für die Zukunft, vielleicht noch nicht im nächsten oder übernächsten Spiel, aber auf längere Sicht ist mit der neuen Herren I zu rechnen.  

Es spielten

Im Tor :    Tim Kissling, Daniel Schwörer

Im Feld :  Staudt Pascal 1, Ludwig Andreas, Leuprecht Martin 2, Philipp Bludau 1, Gino Vinek 4, Steffen Meyer 1, Moritz Süßmeir 3, Daniel Schmidl, Andreas Egarter 3, Tobias Reitner 1/1, Max Striedelmeyer 4

Sind wir mal ehrlich, kaum einer hätte mit diesem Resultat gerechnet! So groß die Probleme in der abgelaufenen Woche auch waren, Mering besann sich auf das wesentlich nämlich Handball zu spielen. Nicht nur das Trainer Wolfgang Bludau fünf Spieler ersetzen musste, es gelang ihm auch binnen kürzester Zeit  Spieler in das Team zu integrieren die bis dato noch in der „Zweiten“ spielten. Vor der Partie gab es Bedenken wie das gelingen wird, nach dem Match kann man es ohne Übertreibung als gelungen bezeichnen. Wie sich diese Jungs einbrachten und mit den „Alten Hasen“ zusammen spielten war hervorragend. Jemanden aus diesem homogenen Team hervor zu heben wäre nicht gerecht es präsentierte sich von Anfang bis Ende als eine Einheit, anders wäre auch dieser Erfolg nicht zu Stande gekommen.

Es entwickelte sich eine spannende, zum Schluss hin dramatische Partie in der Mering das bessere Ende für sich in Anspruch nehmen konnte. Die zahlreichen Zuschauer in der Eduard-Ettensberger- Halle haben selten so ein ausgeglichenes Spiel wie dieses gesehen. Keine der beiden Kontrahenten konnte sich entscheidend absetzten, das Spiel wogte hin und her, keine Mannschaft hatte mehr als ein Tor Vorsprung. Die HSG legt ein sehr hohes Tempo vor und gab Mering dadurch kaum Zeit um Luft zu holen. Mering setzt diesem Angriffswirbel eine gut agierende Abwehr und ein sehr diszipliniertes Angriffsspiel entgegen, man spielt die Angriffe sehr lange und sicher aus bis sich eine geeignete Wurfposition ergab. Wie hier der junge Timon Fetting als Mittelmann die Angriffe einleitete war bemerkenswert, mit Ruhe und Übersicht setzte er seine Mittspieler in Szene, die allesamt mit einer hohen Trefferquote überzeugen konnten. Beim  Spielstand von 17:16 für Mering wurden dann die Seiten gewechselt.

Im Zweiten Abschnitt das Gleiche Bild, das Geschehen auf dem Spielfeld war sehr ausgeglichen. Erst Mitte der zweiten Halbzeit konnte Mering sich kurzzeitig auf vier Tore absetzen, diese wurden aber von Lauingen – Wittislingen umgehen egalisiert. Zu diesem Zeitpunkt wollte keiner der Zuschauer eine Prognose abgeben wer das Spiel für sich entscheiden wird. Mering konnte sich dann wenige Minuten vor Spielende durch Max Striedelmeyer und Thomas Reissner einen 2 Tore Vorsprung zum 30:28 herausarbeiten. Als dann der Gast auf 30:29 verkürzte, konnte man die Spannung in der Halle förmlich spüren. Tobias Reitner war es dann vorbehalten das für Mering so wichtige Tor zum 31:29 zu werfen. Die HSG Lauingen-Wittislingen versuchte nun alles und ging zur offenen Manndeckung über, erzielte noch den Anschlusstreffer und hatte sogar noch die Chance zum Ausgleich, aber diese wurde von Tim Kissling im MSV Gehäuse vereitelt.

Der Jubel im Meringer Lager nach dem Schlusspfiff war dann auch entsprechend groß, hatte doch kaum jemand auf Grund der Voraussetzungen damit gerechnet, umso höher ist dieser Sieg zu bewerten. Einen Wermutstropfen hatte dieses Spiel dann doch, Thomas Reissner verlässt uns aus Privaten und Beruflichen Gründen. Thomas hat bis zum Schluss alles für seine Mannschaft gegeben. Dafür und für die letzten Jahre danken wir ihm und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg.  

Für Mering spielten:

Im Tor:       

Tim Kissling und Robert Bludau

Im Feld:

Martin Leuprecht 2, Alexander Graf 3, Gino Vinek 1, Thomas Reissner 7, Moritz Süßmeir 2, Andreas Egarter 5, Tobias Reitner 8/1, Max Striedelmeyer 3, Daniel Schmidl 2, Timon Fetting, Andreas Ludwig

Am Sonntag war der BHC Königsbrunn zu Gast in der Meringer Eduard Ettenberger Halle. Königsbrunn kam als vorletzter der Tabelle und benötigt somit jeden Punkt, sie rechneten sich auch gute Chacen aus in Mering etwas mit zu nehmen, hatte  der BHC doch in einem Vorbereitungturnier gegen den SV Mering gewonnen. Doch die Heimmannschaft wollte dies nicht nochmal geschehen lassen, sehr gut auf die Angreifer des Gastes eingestellt ging unsere Mannschaft in die Partie. Mering gelang es den Angriffswirbel der Königsbrunner  zu unterbinden und selbst mit klasse herausgespielten Toren eine deutliche 13:6 Führung heraus zu spielen. In dieser Phase des Spiels war es ein gut aufgelegter  Tobias Reitner der den Gästetorwart zur verzweiflung trieb.  Mit platzierten  Würfen aus dem Rückraum ließ er kaum eine Chace liegen. Nach einer Auszeit, stellt Königsbrunn seine Abwehr etwas um, so dass die Meringer Rückraumwerfer früher attakiert wurden. Die Hausherren blieben von dieser Maßnahme aber unbeeindruckt.  Es waren jetzt nicht mehr die Rückraumwerfer die für die Tore sorgten, sonder man spielte jetzt zunehmend über die Außen Thomas Reissner und Moritz Süßmeir auf der linken und Martin Leuprech auf der rechten Seite oder an die beiden Kreisspieler Alexander Graf und Ferdinand Rühling, die sich jetzt mehr und mehr in die Torschützenliste eintrugen. Als die beiden sehr guten Schiedrichter Maria Braun und Andre Berger zur Halbzeit pfiffen lag Mering mit 21:15 in Führung. Nach der Pause legte Mering  wie entfesselt  los, angertrieben von Mittelmann Gino Vinek baute Mering  binnen zehn Minuten seinen Vorsprung auf  9  Tore zum 30:21 aus, was für dieses Spiel schon eine Vorentscheidung war. Königsbrunn versuchte nun alles, wechselte den Torhüter im Angriff zu gunsten eines weiteren Spielers  aus, doch auch auf diese Variante wusste Mering eine Anwort.  Durch die gute Deckungsarbeit gelang Mering öfters schnell in Ballbesitz, Königsbrunn konnte dann den Torhüter nicht mehr so schnell zurück wechseln und dies nutzten Max Striedelmeyer und Thomas Reissner mit Fernwürfen auf das lehre Tor aus. Der BHC Königsbrunn konnte in der restlichen Spielzeit Mering nicht mehr gefährlich werden. Mering hielt den Abstand von acht Toren bis zum  Endstand von 40:32.

Extra zu erwähnen,  sind für eine hervorragende Abwehrleistung  Andreas Egarter und Martin Leuprecht auf der rechten Seite, die durch die taktischen Vorgaben des Trainers einen sehr hohen Kraftaufwand betreiben mussten und  dies bis an die Belastungsgrenze umsetzten.

Für Mering spielten:

Im Tor:       

Tim Kissling und Ferdinand Dietrich (in Bereitschaft)

Im Feld:

Martin Leuprecht 6, Alexander Graf 2, Gino Vinek 5, Reissner Thomas 9/2,  Ferdinand Rühling 3, Moritz Süßmeir 2, Andreas Egarter 1, Tobias Reitner 11/2, Max Striedelmeyer 1

         

Das Gundelfingen II der zu erwartend schwere Gegner sein würde  bestätigte sich  über die gesamte Spielzeit hinweg. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, Mering führte zwar über den Größten Teil der Spielzeit, aber Gundelfingen blieb immer auf den Fersen.

Mering ging sehr konzentriert in das Spiel, auch auf Grund der mahnenden Worte des Meringer Trainers, dass Gundelfingen stärker einzuschätzen ist als es der Tabellenplatz aussagt. Vor allem mit der Abwehr des Hausherren hat der Gast ein ums andere mal so seine Probleme, Mering zwang die Gäste immer wieder ins Zeitspiel und konnte dadurch Ballgewinne erlangen, welche unser Team in Tempogegenstöße überwiegend durch Thomas Reissner oder eine schnelle zweite Welle abschließen konnte. Wer aber glaubte dadurch würde Gundelfingen einknicken, sah sich getäuscht. Es entwickelte sich ein spannendes Spiel ohne einen nennenswerten Vorteil für eine der beiden Parteien. Die Hausherren führten in der ersten Hälte fast immer mit ein, zwei Toren und spielten sehr überlegt und gelangten immer wieder durch gut eingeleitete Spielzüge von Gino Vinek zu Torerfolgen. Mit einem Spielstand von 14:12 für Mering wurden dann die Seiten gewechselt.

Was sich dann aber im zweiten Spielabschnitt entwickelte war nichts für schwache Nerven, Gundelfingen glich ziemlich schnell zum 15:15 aus. Ab diesem Zeitpunkt immer das gleiche Spiel die ganzen restlichen 25 Minuten Spielzeit, Mering legte ein Tor vor und Gundelfingen glich aus. In dieser Phase des Spiels lief unser Torwart Tim Kissling zu Höchstform auf, nicht nur das er mehrere Großchancen des Gegner eliminierte sondern auch noch drei Siebenmeterstrafwürfe in Folge hielt. Dem ganzen  setzte dann noch Steffen Meyer die Krone auf als er beim Stand von 29:29 Sekunden vor Spielende durch eine beherzte Aktion auf links Außen den Siegtreffe markierte.

Mering hatte letztendlich durch einen enormen Einsatz aller Akteure diesen Sieg erzwungen und auch verdient, schließlich muss man schon länger durch Langzeitverletzungen auf eine  komplette Rückraumreihe verzichten.  Dieser Umstand zwingt  die Verantwortlich immer wieder Anleihen bei der Zweiten Mannschaft zu nehmen, welche die Aufgabe ohne wenn und aber hervorragend erfüllen.

Für Mering spielten:

Im Tor:     Tim Kissling

Im Feld :  Martin Leuprecht 5, Alexander Graf 1, Timon Fetting, Steffen Meyer 4, Gino Vinek 2, Thomas Reissner 5, Daniel Schmidl 1, Ferdinand Rühling 4, Andreas Egarter 3, Tobias Reitner 5, Max Striedelmeyer

Nach dem etwas holprigen Spiel in der Vorwoche gegen Meitingen, wollte das Team um Trainer Wolfgang Bludau gegen Neusäß eine deutlich bessere Leistung abrufen und mit einem Sieg nach Hause fahren. Dies gelang auch über weite Teile des Spiels und  so stand  am Ende ein klarer, nie gefährdeter 23:34 Sieg zu buche.

Tabelle Herren I

Premiumpartner