"Bayernliga" - an den Klang dieses Wortes muss man sich beim SV Mering erst noch gewöhnen. Zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins gelingt es einer Jugendmannschaft, sich für die höchste Spielklasse in Bayern zu qualifizieren.

Mit diesem Sieg entledigten sich die Meringer Handballer aller Abstiegssorgen, bis zum letzten Spiel der Saison war noch nichts entschieden. Die beiden Mannschaften aus TSV Bäumenheim und TSV Göggingen II standen schon als Absteiger fest, nur der dritten Absteiger wurde noch am letzten Spieltag gesucht. Vier Teams konnte es noch erwischen, so war an diesem Tag für Spannung gesorgt. Für Mering war klar, sollte man gewinnen ist alles gesichert, allerdings hatte das Team auch die schwerste Aufgabe vor der Brust, den Zweiten der Tabelle den VSC Donauwörth. Wie schon in den letzte beiden Partien gegen Meitingen und dem Tabellenersten Niederraunau wollte man auch dieses Spiel für sich entscheiden, dementsprechend motiviert ging man in dieses Match. Mering konnte den kompletten Kader aufbieten, zwar waren noch einige Spieler angeschlagen ( Thomas Reissner und Beni Klug) doch in diesem entscheidenden Spiel wollten sie nicht fehlen und bissen auf die Zähne.

Unsere Mannschaft zeigte von dem Moment an als sie die Halle betrat was sie vor hatte, so fokussiert war das Team um Kapitän Daniel Schwörer selten. Aber auch der Gast aus Donauwörth wollte sich mit einem Sieg aus der Liga nach oben verabschieden. Beide Mannschaften waren sich lange ebenwürdig, vor allem die Meringer Abwehrreihe konnte sich im ersten Spielabschnitt gut in Szene setzen, sehr diszipliniert setzte sie die Taktische Marschroute des Trainers um. Hervorragen wie sie den Donauwörther Spielgestalter in Schach hielt, hatte dieser im Vorspiel Mering fast im Alleingang besiegt, kam er am Wochenende kaum zur Entfaltung. Und dann waren auch noch unsere beiden Torhüter, die nicht nur fünf Siebenmeter hielten sondern auch noch die ein oder andere Parate zeigten. Bis zum 6:6 war das Spiel ziemlich ausgeglichen, doch nun konnte sich Mering leicht absetzen und durch die gut aufgelegten Meringer Halbspieler Tobias Reitner und Michael Lidl bis zur Pause einen vier Tore Vorsprung zum 16:12 heraus arbeiten.

Nach dem Anpfiff zur zweiten Spielhälfte kam Mering besser aus den Startlöchern, schnell baute das Team ihren Vorsprung auf 5 Tore zum 18:13 aus. Doch wer jetzt glaubte das Donauwörth die Flügel hängen lässt wurde eines besseren belehrt, Donauwörth bäumte sich noch einmal auf und kam den Meringer beim 22:20 gefährlich nahe. Merings Betreuer nahm nun eine Auszeit um sein Team nochmal neu ein zu stellen. Von nun an lief es auf der Seite des Gastgebers wieder rund, und Mering vergrößerte seinen Vorsprung zwischenzeitlich wieder auf fünf Tore zu den Spielständen von 26:21 und 28:23. Ab diesem Zeitpunkt war es auch den vielen Zuschauern klar dass der Heimverein diese Begegnung für sich entscheiden wird. Als dann der Endstand von 29:26 auf der Anzeigentafel erschien und alle wussten das reicht, merkte man ein kollektives Aufatmen.

Die Mannschaft zeigte in den letzten drei extrem wichtigen Spielen zu was sie fähig ist um dem Abstieg zu entrinnen, allerding muss man auch sehen, dass der Kader viel mit Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen hatte und erst zum Ende der Saison komplett auflaufen konnte.

Nach diesem verdienten Saisonende bedankte sich die Mannschaft bei ihren Fans und den zahlreichen Zuschauer mit einem kleinen Umtrunk und einer Brotzeit, mit der Hoffnung das diese Unterstützung auch in der nächsten Saison so fantastisch bleibt.

Für Mering spielten:

Im Tor : Daniel Schwörer, Tim Kissling Im Feld: Beni Klug 1, Michael Lidl 8, Martin Leuprecht 2, Alexander Graf 1, Michael Buck 2, Steffen Meyer 1, Gino Vinek, Thomas Reissner 1, Ferdinand Rühling 2, Andreas Egarter, Tobias Reitner 11

Herren III verlieren letztes Heimspiel mit 19:26.

Die Vorgaben für diese Spiel waren deutlich „ verlieren verboten“ . So oder so ähnlich hatte es der Meringer Coach wohl vor der Partie formuliert, denn im Falle einer Niederlage wäre Mering nach diesem Spieltag auf einem direktem Abstiegsplatz gelandet. Mering verbesserte sich mit diesem Sieg auf den 6. Tabellenplatz, was aber nicht bedeutet das die Mannschaft alle Sorgen los ist, den so verrückt es auch klingen mag es kann immer noch die halbe Bezirksliga absteigen.

Die Meringer Spieler um Trainer Wolfgang Bludau wollten diesen Sieg auf alle Fälle. Man merkte es ihnen schon vor Anpfiff an, wie motiviert und fokussiert sie auf diese Begegnung waren. Mering begann mit enormen Einsatz, vor allem die Abwehrleistung ist hier hervor zu heben. Was auch die Hausherren anstellten es war immer ein Meringer Spieler dazwischen und sollte Meitingen dennoch zum Abschluss kommen, stand ja noch Tim Kissling zwischen den Pfosten, der einen Sahne Tag erwischte, er hielt was zu halten war und noch ein bisschen mehr. Das Meringer Team hätte schon bis zur Halbzeit deutlich führen könne, ja sogar müssen. Dies lag an den vielen Abspielfehlern und vergebenen Torchancen, welche Meitingen immer wieder in Ballbesitz brachten. Zum Glück hielt die von Ferdinand Rühling gut organisierte Abwehr den Angriffen des Gastgebers stand, so dass die Meitinger zwar mit einer Führung von 9:8 in die Pause gingen aber noch nichts verloren war.

Völlig verändert kam unser Team dann aus der Kabine, konzentrierter und in bester Spiellaune präsentierten sich nun die Spieler. Mering egalisierte den Meitinger Vorsprung und baute seinerseits die Führung über die Spielstände von 9:10, 11:16 bis auf 13:20 aus. Mering dominierte das Spielgeschehen in der zweiten Hälft, aus einer nach wie vor stabilen Abwehr agierten die Spieler nun viel sicherer und durchdachter als noch zu Beginn des Spiels. So war dann zum Ende des Spiels ein deutlicher 24:16 Sieg auf der Anzeigetafel zu lesen. Mering wird aber gut daran tun diesen Erfolg nicht über zu bewerten, sondern sich mit der gleichen Einstellung und Motivation auf das letzte Spiel der Saison vor zu bereiten, um nicht noch in Bedrängnis zu kommen.

Für Mering spielten:

Im Tor: Tim Kissling, Daniel Schwörer

Im Feld: Beni Klug, Michael Lidl 4, Martin Leuprecht 1, Alexander Graf, Michael Buck 2, Steffen

Meyer 2, Gino Vinek 2, Thomas Reissner 6, Ferdinand Rühling 3, Andreas Egarter 1,

Tobias Reitner 3,

Die weibliche A-Jugend hat ein aufregendes und anstrengendes Wochenende hinter sich. Nach dem Erringen der Meisterschaft in der BOL Staffel West hatte man sich für das Turnier um die bayerische Meisterschaft in den Bezirksoberligen qualifiziert, welches am 03. April in Coburg stattfand.

Am letzten Spieltag der Saison hatte die erste wD-Jugend die Mannschaften aus Gundelfingen und Aichach zu Gast.

Das Meringer Team war sich der Bedeutung dieses Spiels sehr bewusst, würde man gegen den Gast aus Niederraunau verlieren konnte man auf einen direkten Abstiegsplatz abrutschen. Dementsprechend konzentriert und motiviert gingen die Meringer Spieler zu Werke.

Man merkte von Anpfiff an das die Mannschaft gewillt war dieses Spiel zu gewinnen, mit großem Einsatz und hoch konzentriert startete man gegen den Tabellenführer. Sehr schnell ging man in Führung, diese sollte Mering über die gesamte Partie auch nicht mehr hergeben, man baute die Führung über die Zwischenstände von 5:2, 7:4 bis auf 11:5 aus. Niederraunau sichtlich beeindruckt von dem Meringer Spiel nahm nun eine Auszeit, ab diesem Zeitpunkt fand Niederraunau immer besser ins Spiel und verkürzte bis zur Halbzeit auf nur mehr zwei Tore zum 17:15 .

Zum Start des zweiten Spielabschnitts befürchteten viele der zahlreichen Meringer Zuschauer, dass das Team wie schon so oft in eine Schwächephase rutschen könnte und das Spiel aus der Hand gibt. Doch dieses Mal kämpfte man gegen dieses Tief an und hielt den Gegner auf Distanz. Ja man konnte sogar mit zunehmender Spieldauer den Vorsprung wieder ausbauen. Beim Spielstand von 32:27 kam dann langsam der Glaube, dieses Match für sich entscheiden zu können. Mering marschierte und ließ keinen Zweifel mehr aufkommen wer das Spielfeld als Sieger verlassen sollte. Für Mering war vor allem wichtig, nicht in ein Tief zu fallen. Man wahr sich der Bedeutung dieser Begegnung bewusst. Diese Begegnung wurde mit hohem Einsatz und Kampf geführt, was auch über große Teile der Spielzeit gelang. Plötzlich funktionierten lange nicht mehr gesehene Abläufe und Spielzüge.

Mit dieser Einstellung, mit diesem Einsatz und mit dem Wissen dass die nächsten Gegner nicht einfacher zu spielen sind, besteht die Möglichkeit die nächsten Partien für sich zu Entscheiden.

Für Mering spielten.

Im Tor: Tim Kießling, Daniel Schwörer

Im Feld: Martin Leuprecht 4, Michael Lidl 12, Alexander Graf 1, Michael Buck 3, Steffen Meyer 6, Timon Fetting, Thomas Reissner 5/1, Max Striedelmeyer, Moritz Süßmeir, Ferdinand Rühling 6, Andreas Egarter 1, Tobias Reitner 2/1